Apple als letztes Puzzle: VALUES schließt Projekt „Rosi“ in Berlin ab  

Der Projektentwickler VALUES Real Estate schließt den Neubau an der Rosenthaler Straße 43-45 erfolgreich ab. Entstanden ist ein dreiteiliges, siebengeschossiges Gebäudeensemble auf 15.000 qm Bruttogrundfläche. Während der Bauzeit war der Name des Mieters in der Rosenthaler Straße 44 das für lange Zeit wohl am besten gehütetste Geheimnis der Hauptstadt. Spätestens jedoch mit der Installation der schwarzen Box vor einigen Wochen lüfteten Blogger es bereits in Insider-Foren. Am Donnerstag eröffnete Apple nun endlich seinen zweiten Mega-Store in Berlin.

„Die Entwicklung der Stores, Büros und Wohnungen war für VALUES eine besondere Herausforderung an Perfektion und Qualität. Mit der Gestaltung unserer Immobilie ist es uns vor allem gelungen, den formulierten Markenansprüchen unserer wertigen Endconsumer-Marken zu entsprechen. VALUES freut sich, im Herzen Berlins solch ein Highlight erschaffen zu haben, sagt Dr. Thorsten Bischoff, Geschäftsführer der VALUES Real Estate, der das Projektentwicklungsgeschäft der VALUES-Gruppe verantwortet.

Alle gewerblichen Flächen im neu entwickelten Quartier Rosenthaler Straße 43-45 in Berlin-Mitte sind vermietet. Auf fast 2000 Quadratmetern übernehmen EDEKA und ROSSMANN die wichtige Nahversorgungsfunktion im Stadtquartier, die ihre Läden bereits im August eröffnet haben. Mitte November übergab VALUES Real Estate an den VODAFONE-Shop die neue Verkaufsfläche. Ergänzt wird der hochwertige Handelsmix durch H&M Home, der im nächsten Jahr einen großen Flagship Store auf 800 Quadratmetern Fläche eröffnen wird.

In den Obergeschossen bietet der internationale Co-Working-Betreiber WeWork Unternehmen und Membern rund 500 moderne Arbeitsplätze mit hoch­leistungsfähigem Internet an. In den oberen Etagen runden 45 hochwertige Mietwohnungen das urbane Gebäudeensemble ab. Die ersten Mieter sind bereits eingezogen. Die Wohnungen bleiben genauso wie das gesamte Objekt in den Händen von VALUES, die das Ensemble mit seinen rund 10.000 Quadratmetern Mietfläche auch zukünftig managen wird.

„Unser Anspruch ist es, urbane Räume zu gestalten, die auch abends lebendig bleiben. Architektonisch nehmen wir die Bebauung des Hackeschen Marktes sowie insbesondere die historischen Gebäude in der Rosenthaler Straße sehr sensibel auf und führen sie zu einem harmonischen Gesamtensemble fort. Uns war wichtig, hochwertige Architektur zu schaffen, der unmittelbaren Nachbarschaft eine gute Nahversorgung sowie ein attraktives Handelsangebot für die Berliner und deren Gäste zu bieten. Wir haben einen Wohlfühlort zum Leben, Arbeiten und Einkaufen kreiert und werden ein weiterer Mosaikstein in der Einzigartigkeit des Hackeschen Marktes sein“, sagt Dr. Thorsten Bischoff.

Das dreiteilige Gebäudeensemble ist nach Entwürfen von TCHOBAN VOSS Architekten entstanden. „Nachhaltig bauen heißt für mich, wertig zu bauen. Wir haben im Herzen Berlins ein Ensemble geschaffen, dass mit der Stadt altern wird. Es ist Architektur, die auch in vielen Jahren noch Bestand hat“, sagt Sergei Tchoban, Gesellschafter und Gründer von TCHOBAN VOSS Architekten.

Den einfachen Funktionsbau aus dem 1990er Jahren, in dem ein Restaurant, Nahversorgung sowie ein Seniorenheim untergebracht waren, ersetzen VALUES und TCHOBAN VOSS nun durch ein dreiteiliges und in sich unterschiedliches Ensemble, das sich an der kleinteiligen Parzellierung  der historischen Berliner Innenstadt orientiert. „Wir werten das Stadtbild und das Innenstadtleben mit diesem mischgenutzten Quartier auf“, sagt Tchoban.

Durch ihre unterschiedlichen Straßenfassaden wirken die drei Gebäudeeinheiten des Ensembles einerseits als Solitaire jeweils für sich. Sie passen sich andererseits architektonisch den zum Teil denkmalgeschützten Altbaufassaden sowie den Neubaufassaden der angrenzenden Gebäude an. So erhielt Haus Nr. 43 eine vertikal orientierte, durch Stützen und halbrunde Lisenen gegliederte Natursteinfassade. Diese besticht durch grauen Kohlplatter Muschelkalk mit rostbrauner Marmorierung aus der Nähe von Kirchheim in Baden-Württemberg. Aus hellem, horizontal bebändertem Naturstein aus Portugal in Mocca cream zeigt sich die Fassade von Haus Nr. 44, ebenfalls vertikal strukturiert, diesmal aber rein durch Stützen. Haus Nr. 45 hebt sich mit seiner Fassade aus hellem Janinhoff-Vollklinker aus Münster von den anderen beiden Häusern ab. Dabei nimmt es historisierend Bezug zur Fassadengestaltung des angrenzenden Altbaus der denkmalgeschützten Roten Apotheke.

Die hofseitig orientierten Fassaden gestaltete TCHOBAN VOSS der Berliner Bautradition folgend zurückhaltender. Zur Aufnahme von Regenwasser und als Lebensgrundlage für unterschiedlichster Insekten und Vögel sind alle Dächer inklusive der Müllbereiche begrünt und eine Zisterne zur Wiederverwendung des Wassers installiert. „Wir leisten somit einen wertvollen Beitrag zum Stadtklima und der Biodiversität“, sagt Dr. Bischoff.

Im begrünten Innenhof befinden sich ein Kinderspielplatz mit einer Fläche von rund 200 Quadratmetern. Sämtliche Materialien sind hochwertig ausgewählt, wie beispielsweise der Kortenstahl der Einfassung der Müllbereiche. Das Mobilitätskonzept stellt auf die hervorragende ÖPNV-Anbindung des Hackeschen Marktes sowie auf die Nutzung von Fahrrädern ab. Im Hof und im Objekt werden den Mietern rund 140 Fahrradstellplätze sowie drei behindertengerechte PKW-Stellplätze zur Verfügung gestellt.

VALUES wurde von Lührmann beim Ankauf des Grundstücks, der Vermietung und der Konzeption begleitet. Als Berater für die Vermietung waren des Weiteren storescouts und 3REAL tätig. Cushman&Wakefield übernahm die Projektsteuerung, die technische Mieterkoordination und die Bauüberwachung. Die BAM Deutschland AG (heute: ZECH Hochbau AG) war der ausführende Generalunternehmer. Weitere Dienstleister des Projektes waren McDermott Will &Emery Deutschland, FPS Partnerschaft von Rechtsanwälten mbH sowie HELLRIEGEL Rechtsanwälte.

Die Projektentwicklungssparte von VALUES Real Estate realisiert deutschlandweit Projektentwicklungen und Refurbishments von dysfunktionalen oder in die Jahre gekommenen innerstädtischen und urbanen Quartieren, um sie wieder in bestehende Stadtstrukturen zu integrieren bzw. lokale Stadtteile wieder aufzuwerten. Derzeit setzt VALUES Projekte in Berlin, Düsseldorf, Dresden und München um.

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